Kanzleistandort Potsdam

rabbe-wipper, Standort Potsdam

Zur Geschichte dieses Hauses und seines Umfeldes

In unmittelbarer Nachbarschaft der königlichen Residenz gelegen, hat es sich Friedrich II als bekennender Freund der Architektur auch am »Neuen Markt« nicht nehmen lassen, immer wieder ins Baugeschehen einzugreifen und somit dessen heutige Gestalt direkt mitzuprägen. Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff –
bis zum Tode im Jahre 1753 der »Leibarchitekt« Friedrichs des Großen und unter anderem für Bauten wie »Sanssouci« verantworlich, wurde vom König mit den Entwürfen für dieses Areal betraut. Auch die Pläne für das Eckhaus »Am Neuen Markt 10« entstammen seiner Feder. Der aus Amsterdam stammende Jan Boumann,
als königlicher Baumeister untrennbar mit der Geschichte des Potsdamer »Holländischen Viertels« verbunden, war dabei für die Ausführung zuständig. Der Bau wurde im Jahre 1752 vollendet.
Bald nach seiner Fertigstellung bildete das repräsentative Ensemble zum Neuen Markt hin eine der besten Adressen der Stadt. Nur einen Steinwurf entfernt, im sogenannten »Kabinetthaus« auf der gegenüberliegen Straßenseite (damals die Potsdamer Residenz des Kronprinzen Friedrich Wilhelm II) wurden sowohl der spätere preußische König Friedrich Wilhelm III, wie auch Wilhelm von Humboldt geboren. Der Dichter Theodor Fontane ging im Nachbarhaus Nr. 11, dem Wohnhaus des befreundeten Ehepaares Karl und Emilie Zöllner, ein und aus.
Am 14. April 1945, in der »Nacht von Potsdam« nur durch großes Glück vor ähnlich katastrophalen Kriegs-zerstörungen wie die unmittelbar angrenzenden Gebiete bewahrt geblieben, ist der Neue Markt inzwischen nahezu vollständig und liebevoll restauriert. Er zählt damit in seinem Gefüge heute nicht nur zu den besterhaltenen Barockplätzen Europas, sondern darüberhinaus gerade in der warmen Jahreszeit zu einem der schönsten Orte, den Potsdams Innenstadt zu bieten hat.

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