Kraftfahrzeugsteuerbefreiung für Hobbylandwirte

Das Finanzgericht Münster hat am 7. Oktober 2015 entschieden, dass Zugmaschinen von der Kraftfahrzeugsteuer befreit sind, solange sie ausschließlich in einem land- oder forstwirtschaftlichen Betrieb eingesetzt werden.

Dabei ist es allerdings nicht nötig, einen Mindestumsatz zu erwirtschaften. Auch eine Mindestgröße des Betriebs oder ein Mindeststrohertrag ist nicht erforderlich. Es kommt entscheidend darauf an, dass der Halter mit seinen Erzeugnissen am Markt teilnimmt. Diese Marktteilnahme kann auch durch Tauschgeschäfte stattfinden – egal wie gering der erzielte Umsatz letzten Endes ist.

Jüngst entschied das Finanzgericht Münster, dass der Tausch von selbst geernteten Äpfeln von einer Streuobstwiese mit 58 Bäumen gegen Apfelkuchen, Brennholz oder selbstgestrickte Socken in der Nachbarschaft steuerrechtlich als Marktteilnahme zählt.

Der Verkauf eigener Produkte in unmittelbarer Umgebung des Hofes ist traditionell Bestandteil bäuerlicher Vermarktungskultur.