Betriebliche Weihnachtsfeier

Jedes Jahr im Dezember fragen sich Arbeitnehmer, ob sie an der betrieblichen Weihnachtsfeier teilnehmen müssen. So mancher Arbeitnehmer befürchtet bei Nichtteilnahme arbeitsrechtliche Probleme.
Die Teilnahme an der betrieblichen Weihnachtsfeier ist freiwillig.
Die meisten betrieblichen Weihnachtsfeiern finden außerhalb der Arbeitszeit statt, hauptsächlich abends, wobei es sich nicht um Arbeitszeit handelt.

Findet die Weihnachtsfeier jedoch während der regulären Arbeitszeit statt, so besteht auch hier für Arbeitnehmer keine Pflicht zur Teilnahme. Jedoch müssen nicht teilnehmende Arbeitnehmer dann ihre reguläre Arbeitszeit einhalten, während die Kollegen feiern.
Unangemessenes Verhalten kann Kündigungsgrund sein

Mitunter kann es vorkommen, dass sich durch den Alkoholgenuss die Zunge lockert und zum Beispiel dem Chef unverblümt die Meinung gesagt wird. Vorsicht! Auch bei feucht fröhlichen Feiern dürfen sich Arbeitnehmer nicht respektlos benehmen und z.B. den Chef beleidigen. Einem Arbeitnehmer kann zum Beispiel gekündigt werden, wenn es dem Chef nicht mehr zumutbar ist, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen. Gegenüber Kollegen und Kolleginnen dürfen Arbeitnehmer während der Feier ebenfalls nicht ausfällig werden. Ein tätlicher Angriff Kollegen und Kolleginnen oder dem Chef gegenüber stellt einen Grund für eine fristlose Kündigung dar. Das gilt selbst nach langjähriger Betriebszugehörigkeit.
Geschenke auf der Weihnachtsfeier

Anspruch auf ein bei der Weihnachtsfeier verteiltes Weihnachtsgeschenk hat nur der teilnehmende Arbeitnehmer. Das gilt selbst bei bestätigter Arbeitsunfähigkeit des nicht teilnehmenden Arbeitnehmers.